Feuerschutztüren können Leben retten: Türen T30 - F30 - G30

 

   
 

Brand- und Feuerschutztüren haben die sinnvolle Aufgabe, die (Tür)Öffnungen in feuerhemmenden (bis 60 Minuten Schutz) oder feuerbeständigen (zwischen 90 und 120 Minuten Schutz) Wänden gegen ein Durchdringen von Feuer zu sichern. Eine wichtige und lebensrettende Aufgabe, bei immerhin über 600 Brandtoten jährlich - allein in Deutschland. Dabei werden die verschiedenen Bauteile werden in Feuerwiderstandsklassen unterschieden: wobei „F“ für allgemeine Bauteile, „T“ für Türen und „G“ für Glas- oder Fensterelemente stehen. Für die Bezeichnung „G30“ bedeutet dies, dass das Glas- oder Fensterelement für mindestens 30 Minuten die Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindert. Das „G“ steht allerdings auch für eine (etwas) einfachere Sicherheitsvariante als z.B. bei Elementen, die mit der Bezeichnung „F“ versehen sind (hier ist die Konstruktion insgesamt aufwendiger). Wie z.B. „F30“, was bedeutet, dass dieses Bauteil einer (genau definierten) Brandlast für mindestens 30 Minuten widersteht. Hinter der Bezeichnung „T30“ stehen feuerhemmende Türen, durch die für mindestens 30 Minuten kein Feuer oder Rauch (abhängig von rauchdichter Ausstattung) gelangt. Wichtig: eine Tür mit der Bezeichnung „T30“ muss sich nach 30 Minuten Feuer (je nach Brandlast) immer noch öffnen lassen. Wo genau welche Arten von Brand- oder Feuerschutztüren einzubauen sind, regelt die Landesbauordnung (bzw. die gültigen Sonderbauvorschriften). Übrigens: jedes deutsche Bundesland hat hier seine eigene (Bau)Ordnung. Einsatzorte sind allgemein Bereiche von Fluren, Treppenhäusern oder auch Notausgängen – vor allem in Öffentlichen Gebäuden. An die Brand- und Feuerschutztüren werden unterschiedlichen Anforderungen gestellt, die durch bestimmte Brandprüfungen (in Deutschland gemäß DIN 4102) geregelt werden. Und dementsprechend werden verschiedene Feuerwiderstandsklassen vergeben: T30, T60, T90, T120 und T180.

Brand- und Feuerschutztüren: als ein- oder zweiflügelige Variante!

Die T30 Brand- und Feuerschutztüren gibt es einflügelig (T30-1) und zweiflügelig (T30-2). Diese sind in unterschiedlichen Varianten und Ausführungen zu haben und eignen sich für den Einbau in Mauerwerk, Beton und auch Rigips. Weiterhin gibt es die T30-1 als WK2-Modell. Dabei handelt es sich um einflügelige Brand- und Feuerschutztüren, die – neben der Brandschutzfunktion – eine zusätzliche Überprüfung als Sicherheitstür (nach DIN V ENV 1627 WK 2) vorweisen können. Ein weiteres Modell ist die T30-1 WK3. Auch hier ist die einflügelige Brand- und Feuerschutztür als Sicherheitstür ausgewiesen (nach DIN V ENV 1627 WK 3). Wichtig: für eine volle Schutzfunktion der T30-Varianten ist ausschließlich eine fachgerechte Montage in Mauerwerk oder Beton notwendig! Nur dann können die T30-Modelle einen ausreichenden Schutz gegen Feuer oder auch Einbruch gewährleisten. Für einen vorbeugenden Brandschutz werden z.B. in Fluren oder Treppenhäusern Bauteile (u.a. Türen) mit Sichtöffnungen oder sogar einer großflächigen Verglasung vorgeschrieben. Hier gibt es zwei sich unterscheidende Arten: hitzeisolierend (F-Verglasung) und strahlungsdurchlässig (G-Verglasung). Dabei steht die Bezeichnung F30 für eine Brandschutzverglasung, die lichtdurchlässig und hitzeisolierend ist. Sie besitzt eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 30 Minuten. Wichtig: F-Verglasungen müssen auch für alle T30 Brandschutztüren verwendet werden. Ganz anders ist das bei der Bezeichnung G30 – hier darf es sich ausschließlich nur um Festverglasungen handeln (nicht in beweglichen (Flügel)Türen). Bei G30 wird die Ausbreitung von Feuer und Rauch für mindestens 30 Minuten verhindert. Der Unterschied zu F30 ist allerdings, dass hier kein Schutz vor erhöhter Wärmestrahlung gewährleistet werden kann. Wichtig: Brand- und Feuerschutztüren dürfen nur mit einer Zulassung der Bauaufsicht eingebaut werden (zusätzlich sind diese mit amtlichen Schildern zu kennzeichnen). Diese baurechtliche Zulassung ist auch dann notwendig, wenn jemand privat diese Türen einbauen möchte. Wichtig: Türbeschläge – Zargen und Türen müssen jedes Mal einheitlich sein (diese unterliegen DIN 4102 / DIN 18095). Deshalb sollten auch private Haushalte beim Einbau von Brand- und Feuerschutztüren professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. So ist ein fachgerechter Einbau garantiert – außerdem bekommen die Kunden weitere Tipps & Tricks vom Profi, die allesamt die Sicherheit beim Wohnen erhöhen.